Saros ist genau das Spiel, das Housemarque-Fans nach Returnal erwartet haben: schnell, kompromisslos, visuell beeindruckend und mechanisch auf Kante genäht. Gleichzeitig ist es etwas zugänglicher und weniger brutal als sein geistiger Vorgänger, was dem Spiel zwar mehr Reichweite gibt, aber auch einen Teil seiner Radikalität nimmt
Carcosa ruft
Die Handlung versetzt dich in die Rolle von Arjun Devraj, einem Vollstrecker, der auf dem fremden Planeten Carcosa das Schicksal verschwundener Expeditionen aufklären soll. Schon die Grundidee setzt auf Mystery, düstere Sci-Fi und einen Ort, der sich permanent bedrohlich anfühlt, was der Atmosphäre enorm zugutekommt.
Was dabei besonders gut funktioniert: Saros erzählt seine Geschichte nicht nur über Dialoge und Zwischensequenzen, sondern über Fragmentierung, Logs und das ständige Gefühl, dass auf Carcosa etwas fundamental nicht stimmt. Das sorgt für Spannung, auch wenn die Story nicht immer ganz leicht greifbar bleibt.

Shooter mit Rhythmus
Spielerisch bleibt Housemarque seinem Kern treu: schnelle Kämpfe, präzise Bewegung und ein ständiger Fluss aus Ausweichen, Schießen und Improvisieren. Genau in diesem Rhythmus liegt die große Stärke von Saros, weil sich jeder Kampf wie ein kleines Hochgeschwindigkeits-Ballett anfühlt. Im Vergleich zu Returnal ist Saros aber etwas großzügiger. Die permanente Progression bleibt erhalten, sodass du nach dem Tod Verbesserungen behältst und langfristig stärker wirst, was das Spiel zugänglicher und weniger erbarmungslos macht. Das ist gut für Spieler, die weniger Frust wollen, nimmt dem Spiel aber auch ein Stück der alten Härte.

Runs, Builds und Progression
Die Runs sollen laut Berichten ungefähr 15 bis 30 Minuten dauern, was gut zu der schnellen, wiederholbaren Struktur passt. Dazu kommt eine Mischung aus semi-prozeduralen und festen Elementen, die dafür sorgen, dass sich die Wege vertraut, aber nicht komplett identisch anfühlen.Die Progression ist einer der wichtigsten Gründe, warum Saros motiviert. Neue Fähigkeiten, dauerhafte Upgrades und ein klarer Fortschritt zwischen den Runs sorgen dafür, dass selbst gescheiterte Versuche nicht wie vergeudete Zeit wirken. Genau hier liegt auch der größte Unterschied zu härteren Roguelites: Saros will dich nicht nur fordern, sondern langfristig bei der Stange halten.
Schwierigkeit mit Schwankungen
Nicht alles ist völlig ausbalanciert. Mehrere Tests weisen darauf hin, dass die Schwierigkeit schwankt und manche Bosse deutlich leichter, andere wiederum sehr fordernd ausfallen. Das ist einerseits spannend, weil das Spiel nie vollkommen berechenbar wird, andererseits führt es zu einer etwas unruhigen Kurve. Gerade Fans von Returnal könnten dadurch gespalten reagieren. Wer die gnadenlose Konsequenz des Vorgängers mochte, wird Saros vielleicht als zu freundlich empfinden; wer genau das abschreckend fand, dürfte die Anpassungen begrüßen

Technik und Atmosphäre
Visuell macht Saros einen sehr starken Eindruck. Die Kombination aus düsterer Sci-Fi, grotesken Gegnertypen und markanten Umgebungen schafft eine dichte, fast schon hypnotische Stimmung. Besonders die Beleuchtung und die starken Kontraste tragen dazu bei, dass Carcosa ständig wie ein Ort wirkt, an dem man lieber nicht zu lange verweilt.gameshub+1
Auch technisch wird das Spiel in den Tests überwiegend gelobt. Es wirkt schnell, sauber und kontrolliert, auch wenn einzelne Bereiche oder Gegnertypen nicht ganz so inspirierend ausfallen wie die besten Momente des Spiels

Fazit
Saros ist ein überragendes Actionspiel mit starker Sci-Fi-Atmosphäre, präzisem Kampffluss und einem Progressionssystem, das Frust in Motivation umwandelt. Es ist zugänglicher als Returnal, aber genau darin liegt auch sein kleiner Haken: ein Teil der Härte und Unberechenbarkeit wurde bewusst entschärft. Unterm Strich bleibt trotzdem ein beeindruckendes PS5-Highlight, das Housemarques Stärken fast durchgehend auf den Punkt bringt. Wer schnelle, anspruchsvolle und stilvolle Sci-Fi-Action liebt, bekommt hier eines der spannendsten Spiele des Jahres.






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